Umwelteinsatz im Bräägg

Auf einem Quadratmeter Fläche entsteht im Naturerlebnisraum Bräägg ein Turm mit mehreren Etagen, der mit verschiedenem Material bestückt wird. Damit die Insekten und Kleintiere beim Bezug ihres „Hotels“ alles vorfinden, was sie zum Leben brauchen, gibt es vor dem Bau eine wichtige Aufgabe zu erledigen. Eine angenehme Schlaf- und Brutstätte angeboten zu bekommen, ist ja schön und gut, aber wenn der Magen knurrt, zieht man lieber weiter. Aus dem ehemaligen Getreideacker zwischen Umfahrungsstrasse und Toggenburgerstrasse soll eine grosse Blumenwiese entstehen, welche die Insekten von Frühling bis Herbst ernährt.

Mit Kesseln und Arbeitshandschuhen bewehrt, machen sich die Kinder anfangs Mai daran, den vorbereiteten Acker von grösseren Steinen zu befreien, damit nachher eingesät werden kann. Rundherum werden damit mehrere Steinhaufen gebaut, welche zum Beispiel für Blindschleichen und Eidechsen ein willkommenes Versteck sind. Im frisch ausgehobenen Weiher können wir bereits drei Teichmolche bestaunen, die vor Kurzem hier eingezogen sind. Damit sie bleiben, häufen wir einen Steinhaufen am Uferrand auf. Dorthin können sie sich zurückziehen. Viel Energie stecken sie in das Ausbuddeln von grossen, schweren Steinen. Das schaffen sie nur gemeinsam. Die Kinder lernen so im Nebenbei einiges über ökologisch wertvolle Strukturen zur Förderung der Artenvielfalt. Ab und zu ruft jemand: Es macht richtig Spass, hier zu arbeiten! Im Anschluss erhalten die beiden Klassen von Bruno Schättin eine kurze Führung durch den Naturerlebnisraum Bräägg.

Myriam Geissler

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