Lernen und Lehren nach "Churermodell"

Der Vizedirektor der Stadtschule Chur, Reto Thöny, beschenkte uns mit einem anspornenden Kurs zum Thema «Churermodell». Dabei geht es um ein Unterrichtskonzept, das dem Kindergarten abgeschaut wurde. Nach einem kurzen Lehrerinput im Klassenkreis wählen die Kinder die ihrem Niveau entsprechenden Lernaufgaben und verteilen sich frei im Schulzimmer. Dabei ist das Schulzimmer als Lernlandschaft eingerichtet. Die an den Rand des Schulzimmers verlegten Einzelarbeitsplätze regen zu konzentriertem, ruhigem Arbeiten an. Die eher in der Mitte des Schulzimmers aufgestellten Tische ermöglichen eine Bearbeitung zu zweit oder in Gruppen. Die Lehrperson hat während dieser individuellen Arbeitsphase Zeit und Raum, die Kinder zu beobachten, zu beraten, anzuleiten und so zu unterstützen, wie es jedes benötigt.  Prof. Peter Lienhard von der Hochschule für Heilpädagogik Zürich schreibt: „Das Bestechende am «Churermodell» ist, dass es die Basis für viele wesentliche Entwicklungen der heutigen Schule legt - sei es individualisierte Lernförderung, inklusive Schulungsform und integrative Begabungs- und Begabtenförderung.“ Reto Thöny hat mit viel Begeisterung und Engagement diese Lehr- und Lernform weitergegeben. Wir können uns überraschen lassen, wie viele Schulzimmer ab Sommer 2018 neu als Lernlandschaft nach dem Vorbild des «Churermodells» eingerichtet werden. In Gähwil wird dies ziemlich sicher der Fall sein.

Gabrielle Schwager, Lehrerin Gähwil

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