Die Fachstelle für Jugendfragen stellt sich vor

Die Fachstelle für Jugendfragen in Kirchberg leitet seit 2006 Pietro Giuri in einer 60% Teilzeitanstellung. Die Fachstelle für Jugendfragen richtet sich primär an alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen der politischen Gemeinde Kirchberg von 12 bis 25 Jahren, welche eine Idee für ihre Freizeitgestaltung umsetzen wollen, Unterstützung irgendwelcher Art brauchen, Antworten auf schwierige Fragen oder Rat bei ihrem Alter entsprechenden Herausforderungen suchen. Die Jugendarbeit bietet kostenlose Beratung und Unterstützung in allen Belangen an, welche Jugendliche beschäftigen. Sie dient ebenso der Bevölkerung der politischen Gemeinde Kirchberg als Anlaufstelle für sämtliche Anliegen in Zusammenhang mit Jugendlichen, deren Bezugspersonen sowie Behörden.

Beratungsangebote werden von Jugendlichen vorwiegend in Form von niederschwelligen Gesprächen mit dem Jugendarbeiter genutzt. Zu einer Beratung im engeren Sinn kommen Jugendliche vorwiegend auf Druck von Bezugs- bzw. Drittpersonen (Eltern oder Schulsozialarbeit), vereinzelt kommen sie auch von sich aus, wenn sie sich in eher erheblichen Schwierigkeiten befinden (rechtliche Fragen, Mobbing, Sexting usw.). Das Beratungsangebot wird ebenso von verunsicherten und besorgten Eltern genutzt. Die Gründe sind überwiegend erzieherische Fragen, aber auch Hilfeleistungen bei jugendspezifischen und allgemeinen rechtlichen Fragen. Die Fachstelle für Jugendfragen ist mit verschiedenen Gremien und Behörden im Zusammenhang mit Jugendlichen vernetzt, vor allem mit der Schulsozialarbeit und der Fachstelle für Erziehungsfragen in Bazenheid wie auch mit weiteren Jugendfachstellen aus der Region. Dieser gegenseitige Austausch ist für komplexere Abklärungen sehr hilfreich und wichtig. Die Beratungen unterstehen der Schweigepflicht.

Ebenso ist es ein grosses Anliegen der Jugendarbeit, sämtliche Anliegen, Reklamationen oder sonstige Anrufe aus der Bevölkerung ernst zu nehmen. Hierzu geht der Jugendarbeiter bei den Betroffenen persönlich vorbei um sich ein fundierteres Bild vor Ort zu machen. Oft liegen bei akuten Vorfällen bereits andere, bis dahin noch nicht ausgesprochene Ereignisse im Hintergrund. Erfreulicherweise zeigt sich die Bevölkerung den Jugendlichen gegenüber in der Regel sehr tolerant und wohlwollend.

Das Animieren und Organisieren von Events ist ebenfalls ein Bestandteil der Jugendarbeit. Diesbezüglich sind Mitwirkung und Mitverantwortung der Jugendlichen Voraussetzung. Das gilt sowohl bei kleineren Events wie Discos, Halloween usw. wie auch bei grösseren Veranstaltungen wie das jährlich im Winter stattfindende Sport- und Spielprojekt Open Sunday. Die Jugendarbeit wirkt unterstützend und begleitend und bietet Mittel und Material für deren Umsetzung.

Die Tätigkeiten in der mobilen Jugendarbeit umfassen weitgehend erzieherische Aufgaben. Bei den Touren zu den verschiedenen Jugend-Treffpunkten begegnet der Jugendarbeiter oft respektlosen Umgang unter den Jugendlichen; v.a. verbaler Art. Ein grosser Teil seiner Arbeit besteht darin, das Verhalten der Jugendlichen, zum Beispiel bei Provokationen, zu reflektieren und mit ihnen gewaltfreie Strategien zu finden und umzusetzen. Dabei nutzt er die Gelegenheit seine sozialen Bestrebungen zu vermitteln und positivere Umgangsformen unter den Jugendlichen selbst zu erreichen. Dabei steht das Vermitteln von Ehrlichkeit, Respekt und Toleranz im Vordergrund. Damit wird die Verständigung und Akzeptanz zwischen unterschiedlichen ethnischen Gruppen gefördert.

Offene Jugendarbeit: Die Schule stellt grosse Anforderungen. Für einen adäquaten Ausgleich ist eine sinnvolle Freizeitgestaltung wichtig. Damit sich Jugendliche in ihrer Freizeit auch einmal ungezwungen und ohne Verpflichtung treffen und Freundschaften pflegen können, stellt die Gemeinde in Kirchberg und Bazenheid einen Jugendraum mit einem tollen Freizeitangebot zur Verfügung. Der Jugendarbeiter leitet die beiden Jugendräume und ist für den Betrieb, die Instandhaltung sowie für den Material- und Verpflegungseinkauf verantwortlich.

Beide Jugendräume werden jeweils durch ein Aufsichtsteam, bestehend aus Erwachsenen aus dem Dorf, betreut. Der Besuch ist kostenlos, alkoholfreie Getränke und Snacks können am Kiosk günstig gekauft werden. Mit Billardtischen, Tischfussball, Flipperkasten, Tischtennis, Dart, Boxkasten sowie Jugendzeitschriften bieten die Jugendräume viele Möglichkeiten zum Zeitvertreib. Es sind auch ein Videoraum mit Playstation und DVD, ein DJ-Musikpult und mehrere grosse Loungeecken vorhanden. Kurz gesagt, die Jugendräume sind gross, laden zum Verweilen ein und bieten den Jugendlichen für ein paar Stunden ein ungezwungenes gemeinschaftliches Freizeiterlebnis. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an beide Aufsichtsteams.

Bei Fragen zu den Jugendräumen oder zu den Beratungen: Fachstelle für Jugendfragen, Pietro Giuri, Telefon 071 932 35 95.

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