Die Schulsozialarbeit der Gemeinde Kirchberg stellt sich vor…

Wir, das sind Rebekka Schweizer (Sozialarbeiterin FH) und Benjamin Wüthrich (Sozialpädagoge HF). Rebekka Schweizer arbeitet zu 50 % und ist für alle Kindergärten der Schulen Kirchberg zuständig sowie die Primarschulen Gähwil, Dietschwil und Neugasse. Benjamin Wüthrich arbeitet mit einem Pensum von 80 % in den Primarschulen Sonnenhof und Eichbüel, wie auch den Oberstufen Kirchberg und Bazenheid. Zusammen bilden wir die Schulsozialarbeit für die Schulen Kirchberg.

Als Schulsozialarbeit unterstützen und beraten wir Kinder und Jugendliche bei der Bewältigung ihres Schulalltages und fördern ihre Integration in die Schule und die Gesellschaft. Mit sozialarbeiterischen Methoden und Grundsätzen und in Zusammenarbeit mit allen Beteiligten erfassen und bearbeiten wir soziale Themen. Unser Ziel ist es, die Kompetenzen der Kinder und Jugendlichen zu stärken, sie beim Lösen von persönlichen und sozialen Problemen zu unterstützen und sie in ihrer Entwicklung zu fördern. Konkret: Wir machen nicht die Probleme zum Gegenstand unserer Arbeit, sondern konzentrieren uns auf die Bewältigung von herausfordernden Situationen, bieten Hilfestellungen und suchen mit den Kindern und Jugendlichen nach kreativen Lösungen. Wir führen Sozialtrainings durch, um die Fähigkeiten der Kinder und Jugendlichen zu stärken, bearbeiten Themen in der Klasse oder trainieren einen respektvollen Umgang. Auch bieten wir Kindern und Jugendlichen einen vertraulichen Rahmen, in dem sie bei Bedarf persönliche Anliegen, Ängste, Sorgen oder Unsicherheiten ansprechen können. Anhand eines fiktiven Beispiels möchten wir Ihnen – in abgekürzter Form – eine Vorstellung davon geben, wie wir arbeiten.

Die Schülerin Rihanna fühlt sich nicht wohl in ihrer Klasse. Sie hat vor Wochen bei einer Prüfung «gespickt» und wurde von der Lehrperson – in Anwesenheit der Klasse – erwischt. Seit diesem Vorfall wird Sie von ihren Mitschülern als Lügnerin und Verräterin dargestellt. Sie fühlt sich schikaniert und ausgegrenzt. Rihanna kommt zur Schulsozialarbeit (SSA) und schildert offen ihre Geschichte. Es wird Rihanna versichert, dass nichts ohne ihr Einwilligung unternommen wird und das die SSA ihr gegenüber die Schweigepflicht wahrt. Dies gibt Rihanna Sicherheit. Gemeinsam erarbeiten die SSA und Rihanna Lösungsansätze. Rihanna ist damit einverstanden, dass die SSA mit einer Gruppe aus der Klasse arbeitet. Rihanna stellt die Gruppe zusammen und wählt die Kinder aus. Kinder, welche gemein sind zu ihr, solche die sich neutral verhalten und ein Kind, welches ihr manchmal auch geholfen hat. Die SSA arbeitet mit dieser Gruppe und erklärt ihr, dass es Rihanna schlecht geht in der Klasse und das verantwortungsvolle Kinder gesucht werden, welche mithelfen, so dass es Rihanna wieder besser geht. Niemand wird beschuldigt. Es werden keine Fehler gesucht. In der Gruppe entstehen Ideen, was in der Klasse verändert werden kann, damit Rihanna wieder gerne zur Schule kommt. Es werden Vorschläge gesammelt und die Gruppe wird als Unterstützergruppe für Rihanna eingesetzt. Es werden weitere Treffen abgemacht um zu überprüfen, ob die gesammelten Vorschläge umgesetzt werden und hilfreich sind. Parallel dazu spricht die SSA mit Rihanna, wertet die Wirkung der Intervention aus und spricht mit ihr über ihr Wohlbefinden.

Wir hoffen, dass Ihnen dieser Bericht einen kleinen Einblick in unsere Arbeit gegeben hat. Unsere Arbeitstage sind sehr abwechslungsreich und unser Handeln passen wir der jeweiligen Situation an. Wir beschäftigen uns mit vielen unterschiedlichen Themen und dürfen oft erleben, wie unser Angebot dankbar angenommen wird und wie Gespräche und Unterstützungsangebote geschätzt werden. Zum Abschluss möchten wir noch erinnern, dass unser Angebot auch den Eltern und Bezugspersonen von Schülern und Schülerinnen gilt. Für Sie sind wir am Einfachsten per Mail, SMS, WhatsApp oder Telefon zu erreichen. Wir möchten Sie bitten, sich bei Fragen, Anliegen oder Sorgen ungeniert an uns zu wenden und mit uns Kontakt aufzunehmen. Gerne nehmen wir uns Zeit für Sie.

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